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12.05.2020, 11:41 Uhr
CDU: Unverständnis über Verzögerungen bei Corona-Tests in Schlachtbetrieben
Nachdem sich in anderen Landesteilen, u. a. im Kreis Coesfeld, in der vergangenen Woche Schlachtbetriebe zu einem möglichen Hotspot einer wiederaufflammenden Infektionswelle mit dem Corona-Virus herausgestellt haben, wurde Anfang dieser Woche auch mit Tests in Schlachtbetrieben in Gelsenkirchen begonnen - aus Sicht der CDU zu spät.

 

Dazu erklärt der CDU-Kreisvorsitzende, Sascha Kurth: „Während in anderen Städten, auch im Ruhrgebiet, bereits mit Hochdruck und viel Einsatz am vergangenen Wochenende Tests bei den Mitarbeitern der anderen Standorte aus der betroffenen Unternehmensgruppe durchgeführt wurden, passierte am Standort Gelsenkirchen nichts. Erst mit Beginn der neuen Woche wurden die ersten Tests durchgeführt. Ob diese Verzögerung von 48 bis 72 Stunden angesichts der dynamischen Lage und der Inkubationszeit verantwortungsvoll war, darf man zumindest anzweifeln. Ob sich die Verzögerung auch mit negativen Folgen rächt, werden erst die nächsten Wochen zeigen.“

Bevölkerung und auch Betriebe hegen aus Sicht der CDU eine andere Erwartungshaltung: „Die Menschen in Gelsenkirchen erwarten in einer solchen Situation eine schnelle, klare und vorbildliche Reaktion der Verantwortlichen, gerade aus dem Krisenstab. Die breite Mehrheit der Gelsenkirchener Bevölkerung unterstützt die Eindämmung der Pandemie seit Monaten durch vielfältige Maßnahmen im persönlichen Umfeld – wenn dann an anderer Stelle wie hier wertvolle Zeit verloren geht, ist das daher in vielerlei Hinsicht kontraproduktiv. Wenn dadurch dann Lockerungsmaßnahmen wieder auf dem Prüfstand stehen, stellt sich sicherlich auch die Frage nach der Verantwortung der lokalen Akteure!“ ergänzt der CDU-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, Malte Stuckmann.

 „Darüber hinaus brauchen auch die betroffenen Betriebe – der betroffenen Unternehmensgruppe aus Coesfeld – aber auch alle anderen Schlachtbetriebe in Gelsenkirchen Klarheit und Struktur wie es weiter geht – weitere Ungewissheit und vermeidbare Umsatzausfälle gefährden die Unternehmen in dieser Krise über das bestehende Maß hinaus und sind schädlich für den Standort Gelsenkirchen!“ so Stuckmann abschließend.