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07.08.2019, 16:07 Uhr
CDU sorgt sich um den Stadtteil Scholven
Monika Kutzborski: Das Leben im Stadtteil hat an Qualität verloren
„Die Qualität einer Stadt hängt nicht nur an den prestigeträchtigen A-Lagen. Verwaltung und Wirtschaftsförderung müssen sich auch um Randgebiete kümmern, um ein Abdriften oder gar Wegbrechen bestimmter Quartiere zu verhindern", mit großer Sorge blickt die CDU-Stadtverordnete und Vorsitzende des Ortsverbandes, Monika Kutzborski, auf die Lage im Ortsteil Scholven/Bülse. „Viele Bürger in diesem Stadtviertel fühlen sich vernachlässigt und teilweise sogar abgehängt, was sich im nachbarschaftlichen Verhalten und in den Wahlergebnissen der extremen Parteien niederschlägt."
Für Kutzborski ist der Stadtteil Scholven/Bülse ein gutes Beispiel dafür, wie jahrelanges Wegducken der Entscheidungsträger zu immer größeren Problemen führt. Die hohe Arbeitslosenquote mit einer entsprechenden Kinderarmut habe zu hohen Wohnungsleerständen geführt, was rückläufige Immobilieninvestitionen und eine steigende Zahl an Schrottimmobilien nach sich gezogen habe. Häuser und Grundstücke, die nicht mehr bewohnt und gepflegt wurden, seien mit Graffitis bemalt und als wilde Müllkippen missbraucht worden. Der Marktplatz Im Brömm weise keine Händler mehr auf und die dortige Apotheke wurde nun nach 30 Jahren geschlossen, so dass die Möglichkeit zur Nahversorgung immer weiter abnehme. Durch die Schließung der katholischen Kirche zu Pfingsten 2018 sei auch ein kultureller Treffpunkt im Herzen von Scholven weggefallen. Für Monika Kutzborski hat bei dieser Entwicklung das Leben im Stadtteil ganz deutlich an Qualität verloren: „Wenn die Menschen sich im Stadtteil nicht mehr wohl fühlen, nimmt das bürgerschaftliche Engagement stark ab und auch Grundprinzipien der Ordnung, der Sicherheit und der Solidarität gehen verloren.“

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